Alexander Der Große

Alexander Der Große

Autor : Nikos Kazantzakis
Geschlecht : Bücher, Literatur & Fiktion, Weltliteratur,
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Dateigröße : 8.21 MB
Format : PDF, ePub

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Alexander Der Große

Über den Autor und weitere Mitwirkende Nikos Kazantzakis wurde in Herakleion auf Kreta geboren und gilt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Griechenlands. 1902 zog er nach Athen, um Rechtswissenschaften zu studieren. Sein Erstlingswerk erschien 1906 unter einem Pseudonym. Neben seiner Arbeit als Schriftsteller (Prosa, Lyrik, Theater) war er auch Journalist, Musiker, Philosoph, Politiker und Übersetzer (u. a. Friedrich Nietzsche und Johann Wolfgang von Goethe). Zusätzlich bekannt machten ihn auch die Verfilmungen seiner Werke (etwa 'Alexis Sorbas' und 'Die letzte Versuchung Christi'). Kazantzakis wurde neunmal für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen. Wegen seiner Auslegung des Lebens von Jesus Christus zog er sich die Gegnerschaft sowohl der griechisch-orthodoxen als auch der katholischen Kirche zu. Er unternahm zahlreiche Reisen ins Ausland. Kazantzakis starb 1957 in Freiburg an einer Leukämieerkrankung. Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten. Alexander kam nicht zur Ruhe, solange Dareios nicht in seine Hände gefallen war. Tot oder lebendig. Es konnte nicht zwei Könige von Asien geben. 'Nach Ekbatana!', befahl Alexander. 'Auf!' Er hatte erfahren, dass sich Dareios dorthin geflüchtet hatte und wieder eine Armee sammelte, um ihn anzugreifen. 'Schnell! Schnell!', sagte Alexander zu seinen Freunden. 'Damit wir ihm zuvorkommen.' Sie marschierten im Laufschritt, und nach ein paar Tagen waren sie in Ekbatana. Die Stadttore standen offen, sie gingen hinein. Sie eilten zum Palast. Dareios war seit acht Tagen fort. 'Ich werde ihn jagen!', rief Alexander rasend vor Wut. 'Der entwischt mir nicht.' Er sammelte die ganzen königlichen Schätze ein, die er in Babylon, Susa und Persepolis vorgefunden hatte, und ließ sie in Ekbatana zusammentragen. Er rief seinen alten General Parmenion zu sich. Er wird damals wohl siebzig Jahre alt gewesen sein. Ständig murrte er, nach all den Jahren war er müde vom Kriegführen. 'Mein alter General', sagte er zu ihm, 'mein treuer Weggefährte, es ist Zeit, dass wir uns trennen.' Parmenion wurde blass, beherrschte sich jedoch. 'Ich werde dir ein ausgesprochen vertrauenswürdiges Amt übertragen! Du wirst hier in Ekbatana bleiben und über meine Schätze wachen.' Parmenion senkte das Haupt. Er spürte, dass Alexander ihn nicht mehr bei sich haben und seine Meinung nicht mehr hören wollte. Denn oft schon war er anderer Meinung gewesen als der König. 'Ich kann noch Krieg führen', flüsterte Parmenion mit bebender Stimme. 'Ich weiß', sagte Alexander und ergriff respektvoll die Hand seines alten Generals. 'Ich weiß, aber ich kann niemandem sonst die Schätze des Reiches anvertrauen. Ich bitte dich um diesen letzten Dienst. Du bist Soldat, du wirst mir den Gehorsam nicht verweigern.''Dein Wille geschehe', murmelte Parmenion und trocknete sich schnell die Augen. Alexander stürzte sich sofort in die Jagd auf Dareios. Er drang nach Persien ein, und eines Nachts erfuhr er, dass der Satrap Bessos, der Dareios begleitete, den Großkönig gezwungen hatte abzudanken. Er wollte sich selbst zum König der Perser ausrufen lassen. Alexander wählte seine besten Reiter aus, nahm auch den unzertrennlichen Stephanos mit, und eilte, um Dareios und sein Gefolge gefangen zu nehmen. Er wollte Dareios nicht mehr töten, denn dieser hatte ja abgedankt und stand ihm nicht weiter im Wege. Sein großer Feind war der Satrap Bessos, der sich zum König ausrufen lassen wollte. In jener Nacht und am nächsten Tag ritten Alexander und seine Gefährten ohne Halt zu machen durch die Berge. Sie rasteten ein wenig am Abend und ritten in der folgenden Nacht unermüdlich weiter. Fünfzehn Tage und Nächte ritten sie nun schon. Schließlich nahmen sie die Fährte von Dareios auf. In den Dörfern, durch die sie kamen, erfuhren sie, dass Dareios vorbeigekommen war, als Gefangener des Bessos. Alexanders Gefährten waren langsam erschöpft. Tage und Nächte lang waren sie ohne Schlaf durchgeritten. Sie konnten nicht mehr.

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